Jakobs-Grieskraut und Blutbären-SchmetterlingDas Jakobs-Greiskraut hat als Pflanze die seltene Ehre, in aller Munde zu sein und in weiten Teilen der Presse Beachtung zu finden. Es ist als Giftpflanze verschrien, die beim Verzehr die Gesundheit der Weidetiere angreift und in größeren Mengen genossen sogar tödlich wirkt.

Auch wir sind nicht von der Plage verschont worden. Und es stellt sich auch hier wieder die Frage, wie ein Demeterbetrieb mit einem solchen Problem umgehen kann. Wir arbeiten mit 2 Maßnahmen.

Bereiche, in denen die Schafe aktuell weiden, werden manuell von den Pflanzen befreit. Das ist etwas mühselig aber machbar. Man kann damit sicher nicht garantieren, dass alle Pflanzen erwischt werden, aber doch ein sehr großer Teil und auf alle Fälle die gerade blühenden Pflanzen. Die sollen nämlich besonders schädlich sein. Sind größere Bereiche stark mit Jakobs-Greiskraut durchwachsen wird gemulcht. Das ist natürlich effektiver und auch recht wirkungsvoll. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass das Mulchen nach wenigen Wochen wiederholt werden muss, da sich schon bald wieder neue Blütenköpfe zeigen.

In diesem Jahr haben wir erstmals in größerem Umfang beobachtet, dass das Jakobs-Greiskraut von den Raupen des Jakobskrautbären konsumiert wurde. Die Beobachtung hat uns veranlasst, die Bereiche mit einem hohen Raupenaufkommen von der Beweidung auszunehmen und das Jakobs-Greiskraut stehen zu lassen, um die Schmetterlingspopulation zu fördern. Wir werden sehen, in wieweit uns dies gelingt. Wir hoffen natürlich, dass es möglich ist, die Befallsstärke so zu reduzieren, dass eine technologische bzw. manuelle Beseitigung nicht mehr notwendig ist.