Maikäfer im ApfelbaumDer Maikäfer wird gelegentlich als bedrohte Spezies betrachtet. Jedem, der das noch glaubt, lade ich herzlich auf unsere Streuobstwiesen ein. Hier gab es in den Jahren 2016 und 2017 massenhaftes Auftreten mit zum Teil recht unerfreulichen Konsequenzen für die Bäume und neu gebildeten Früchte.

Der Maikäfer frisst mit großem Appetit bei uns besonders an Apfelbäumen. An der Birne haben wir ihn seltener angetroffen. Neben dem großen Appetit auf die Blätter schmecken ihm aber leider auch die gerade gebildeten, kleinen Äpfel sehr gut.

Den Verlust der Blätter kann man in Abhängigkeit von der Befallsstärke weitestgehend tolerieren. Die Blätter bilden sich nach dem Verschwinden des Käfers (er ist nur einen relativ kurzen Zeitraum von 2-3 Wochen aktiv) recht schnell wieder neu. Anders ist es mit den Früchten. Tafelobstproduktion kommt da nicht mehr in Frage. Da wir jedoch nur in geringem Umfang Tafelobst produzieren, ist der Schaden nicht so gravierend wie in Betrieben, die sich auf diese Produktionsstrecke spezialisiert haben.

Wir wollen unsere jungen Bäume etwas vom Fraß des Käfers entlasten und greifen daher auf 2 recht wirkungsvolle Reduktionsmethoden zurück. Wir haben im letzten und in diesem Jahr Käfer abgesammelt - unsere Hühner haben sich gefreut und mit vielen Eiern gedankt. Zusätzlich haben wir im Herbst 2016 Nistkästen im Obstgarten Fünfeichen und 2017 auch im Obstgarten Bauhof aufgehängt. Deutlich zu verzeichnen war ein geringerer Befallsdruck in Fünfeichen. Her haben bereits die wenigen angebrachten Kästen (insgesamt 5) scheinbar zu einer Regulierung des Käferbestandes beigetragen. Wir werden in diesem Jahr weitere Nistkästen bauen um in den kommenden Jahren auf eine manuelle Kontrolle sowohl des Maikäfers wie auch des Der Grünrüssler und eine biologisch-bakterielle Eindämmung des Frostspanners verzichten zu können.