Ist es nicht seltsam, dass der Bauernverband als Vertreter der industriellen Landwirtschaft kaum dass mal etwas weniger Regen fällt, nach staatlicher Hilfe schreit. Gegen Trockenheit hilft Humus im Boden. Industrielle Landwirtschaft und Humus sind Antagonismen. Aber was verwundert ist, dass die so wirtschaftliche, konkurenzfähige, nachhaltige, industrielle Landwirtschaft bei jeder Schwierigkeit in existentielle Not gerät! Ist sie doch nicht so wirtschaftlich?

Im vergangenen Jahr haben in Mecklenburg-Vorpommern Bio-Obstbauern bei Herrn Backhaus um Hilfe gebeten. Gegen Fröste im Frühjahr kann kein ökologisch auf Streuobstwiesen wirtschaftender Obstbauer etwas tun. Da waren keine Mittel für unwirtschaftlich arbeitende Kleinstunternehmen da. Nun setzt sich Herr Dr. Backhaus in vorderster Front für Hilfen ein - für industrielle Landwirtschaft.

Wenn vertritt ein SPD-Landwirtschaftsminister? Kleine Bauern sicher nicht!

Bau von Meisenkästen

In diesem Jahr wollen wir verstärkt die Insekten regulierende Wirkung von Vögeln auf unseren Flächen etablieren. Zu diesem Zweck haben wir in den vergangenen Tagen 20 neue Meisenkästen gebaut. Diese werden in den nächsten Tagen angebracht, um den Meisen in diesem Jahr noch als Brutstätten zur Verfügung zu stehen.

Ein Buch über alternative Landwirtschaft und ErnährungTeilnehmer unserer 12. Bio-Fachexkursion nach Südtirol haben mich auf das Buch "Der große Weg hat kein Tor" aufmerksam gemacht. Masanobu Kukuoka beschreibt in dem Buch seine Vorstellung und Praxis einer sehr konsequent natürlichen Landwirtschaft und Ernährung. Ich möchte mit diesem Beitrag auf das Buch aufmerksam machen, weil sich unsere Vorstellungen von nachhaltiger Landwirtschaft in vielen Punkten mit denen Fukuokas decken. Deutlich zeigt das Buch, wie viel Arbeit und vor allem Aufmerksamkeit es kostet, die Reaktion der Natur auf menschliche Eingriffe zu erkennen und sich nutzbar zu machen. Es wird recht anschaulich dargestellt, wie sich in einem einigermaßen intakten Ökosystem Gleichgewichte etablieren, die einen chemischen Pflanzenschutz überflüssig machen. Diesen Weg zu beschreiten erfordert Mut und sehr viel Ausdauer. Aber er ist ein möglicher Weg, gesunde Nahrung zu erschwinglichen Preisen auch einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen.

Es gibt eine Differenz zwischen der wissenschaftlichen Wahrnehmung der Natur und deren Komplexität. Das ist ein weites Feld und wir versuchen es zu erkunden. Wenn die Frucht einer Pflanze zu einem Marketing-Gag wird, stimmt etwas nicht. Es geht nicht um Polyphenole und Antioxidantien. Das versuchen wir unseren Kunden zu vermitteln.

Der folgende Fernsehbeitrag, gesendet vom ZDF, zeigt, wie derzeit das Thema "Äpfel" in den Medien diskutiert wird. Keine Seite wird aus unserer Sicht dem Thema gerecht. Die einen Reduzieren die Frucht auf einen Imbiss, die anderen auf Polyphenole. Unser Ansatz fragt nach dem Umfeld, in welchem die Nahrung für den Menschen gedeiht.

Aber bilden Sie sich selbst eine Meinung. Wir diskutieren diese, wenn Sie es wünschen, gern mit Ihnen:

Eine Sendung über den Apfelmarkt in Deutschland